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Redundanz
Was heißt Redundanz? Aus dem Wort unda (Woge, Welle) bildeten die Römer redundare mit der Bedeutung „überfließen“. Redundanz bedeutet also Überfluss, und das hört sich zunächst einmal nach etwas Gutem an, denn Überfluss ist besser als Mangel.Was im Überfluss da ist, kann aber auch schnell
Anthropomorphismus
Personalisierung und Anthropomorphismus Als Personalisierung oder Anthropomorphismus (gr. ἄνθρωπος = „Mensch“ und μορφή = „Gestalt“) bezeichnet man die Übertragung menschlicher Zustände oder Handlungen auf unbelebte Gegenstände oder Abstrakta (z. B. die Sonne lacht, der Himmel weint). Je nach Kontext ist der Anthropomorphismus ein
Nominalstil
Was versteht man unter „Nominalstil“? Der sogenannte Nominalstil (vereinfacht gesagt: die Verwendung von Substativen statt Verben) ist in wissenschaftlichen Arbeiten und Sachtexten beliebt. Er klingt akademisch, seriös und „offiziell“ – hat aber auch seine Tücken. Ein überzogener Nominalstil erweckt schnell den
Metaphern
Was ist eine Metapher? Als Metapher bezeichnet man die Übertragung der eigentlichen Bedeutung eines Wortes oder einer Wendung auf einen anderen Bereich (gr. μεταφέρειν = „übertragen“). Aus der wörtlichen Bedeutung wird so eine übertragene, metaphorische. Der Übertragung liegt in der Regel eine bildliche Vorstellung zugrunde,
Anglizismen – Pro und Kontra
Fremdwörter und Sprachpurismus Über einen angemessenen Umgang mit Fremdwörtern wird seit jeher gestritten und Sprachpuristen kämpfen (nicht nur in Deutschland) seit jeher für den „Erhalt“ einer vermeintlich unverfälschten Nationalsprache – allerdings vergeblich. Denn Sprachreinheit ist ein absurdes Konstrukt; das zeigt die
Anglizismen richtig schreiben
Fremdwörter aus dem Englischen Die Anglisierung der deutschen Sprache schreitet unaufhaltsam voran. Zwar wurden schon immer Wörter aus dem Englischen entlehnt, jedoch nie in so großer Zahl wie aktuell. Ganz unabhängig von einer stilistischen oder ästhetischen Beurteilung dieser Entwicklung gehen damit orthographisch-grammatische
Kultur und Wissenschaft
Die KI-Revolution
Wie LLMs, Deepfakes & Co. uns auf die falsche Fährte locken Generative KI ist die meistdiskutierte Technologie unserer Zeit. LLMs, Deepfakes und KI-generierte Stimmen erobern unseren Alltag in rasendem Tempo und lösen dabei die unterschiedlichsten Reaktionen aus: von Staunen und Begeisterung bis hin zu Ablehnung und Angst. Der Grund: KI
»Werde, der du sein musst!«
Eine Rezension zum Essayband von Hervy Oko »Es gibt in der Welt einen einzigen Weg, auf welchem niemand gehen kann, außer dir. Wohin er führt? Frage nicht, gehe ihn!« – Nietzsche Das Wort »Bestimmung« klingt in unseren Ohren etwas altmodisch.Immerhin haben wir den Glauben an eine göttliche Vorsehung längst aufgegeben.
Über die Erkenntnis
Erkenntnis – Was ist das? In der Wissenschaft geht es oft um „neue Erkenntnisse“. Aber „Erkenntnis“ – was ist das eigentlich? Oberflächlich betrachtet fällt die Antwort leicht: Ich „erkenne“ – d.h. verstehe, begreife – etwas, das mir bisher unbekannt war. Ich habe eine Einsicht gewonnen, etwas dazugelernt, weiß jetzt
Busy as usual?
Business is … Business makes the world go round. Business creates wealth and abundance. Business is fun. Business is cool. Business is where it all happens! Aber halt! Was ist Business eigentlich? Dieser Anglizismus, ohne den seit mindestens 30 Jahren gar nichts mehr geht? Holen wir doch mal die
Excel your life!
Let’s make a plan Lebensplanung ist im Trend. Junge Menschen planen bereits vor Antritt ihres Studiums den Rest ihres Lebens durch: Abschluss, Praktika, Job, Sabbatical, Familie, weiter auf der Karriereleiter, Ruhestand, Weltreise, Beerdigung. „Suum cuique“, sagt Cicero. Life controlled Was mich an solchen Trends interessiert, ist die Motivation dahinter. Vordergründig
Eine kleine Geschichte der Wissenschaft
Wissenschaft … … ist in aller Munde. Jeder kennt sie, jeder weiß, worum es dabei geht. – Oder? Ich finde: Was heute meist unter Wissenschaft verstanden wird, sollte nicht unbedingt der Maßstab sein: Zahlen, Statistiken, Labore, Männer in weißen Kitteln und jede Menge Hightech. Ja, das ist auch Wissenschaft. Aber
Sprachlabor
Dieser, diese, dieses …
Von überflüssigen Demonstrativpronomen https://concisum.de/wp-content/uploads/2025/01/dieser-diese-dieses.mp4 Demonstrativpronomen sind spitze!Sie gehören zu den leistungsfähigsten Platzhaltern der deutschen Sprache. Umso besser, dass es gleich mehrere davon gibt, mit denen man in langen Sätzen eindeutige Bezüge herstellen kann: dieser, jener, derselbe, derjenige usw. ABER: Wenn kein Missverständnis droht, sollten wir diese sperrigen Monster dringend aus
KI und Wissenschaft – Passt das zusammen?
ChatGPT und wissenschaftliches Schreiben Mein Fazit nach 3 Monaten Nutzung Man muss nicht auf jeden Zug aufspringen, der gerade vorüberfährt, auch wenn der Lokführer noch so laut schreit, dass er in eine paradiesische Zukunft ohne Probleme fährt. #samaltman Als Wissenschaftler und Historiker betrachte ich solche Prognosen ohnehin mit Skepsis, schon
Zitieren nach Harvard und APA
Die häufigsten Fehler beim Zitieren nach Harvard und APA Das Belegen von Quellen gehört zu den ebenso lästigen wie unerlässlichen Pflichten beim wissenschaftlichen Arbeiten. Zu allem Überfluss gibt es auch noch zahllose Zitiersysteme, die von verschiedenen Fachbereichen teils unterschiedlich ausgelegt werden. Immerhin lassen sich diese Zitierstile aber zwei großen Kategorien
Lange Sätze kürzen
Wie lassen sich lange Sätze vereinfachen? Lange Sätze sind schwer verständlich, wenig lesefreundlich und vor allem fast immer unnötig. Trotzdem gehen manchmal die Gäule mit uns durch und wir finden beim Formulieren kein Ende. Oder wir wissen einfach nicht, wie wir unseren Gedanken kürzer fassen sollen. Hier ein paar Tipps

Alea iacta est …
Redewendungen sind gut – aber passen sie auch? Metaphorische Redewendungen sind ein ausgezeichnetes Mittel, um Dinge sprachlich auf den Punkt zu bringen – sogar in wissenschaftlichen Texten. Ein Bild sagt eben oft mehr als tausend Worte. Entscheidend ist allerdings, dass die Metapher passt. Und das ist gar nicht so einfach.
Pronomen in akademischen Arbeiten
„Ich“ und „wir“ in akademischen Arbeiten?It depends … Immer wieder hört man, in akademischen Arbeiten sei es „verboten“, Pronomen der ersten Person zu verwenden, insbesondere „ich“ und „wir“. – Aber stimmt das? Wie fast immer, hängt die Antwort vom Kontext und vielen anderen Faktoren ab. Sehen wir uns die verschiedenen