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Adjektive – groß oder klein?
Grundregel: Kleinschreibung Die Grundregel lautet, dass man Adjektive und Partizipien kleinschreibt: Ein großes Haus bietet Platz für Krempel. Die Garage ist geräumig. Die sengende Hitze bekam ihm nicht. Der Vormieter ist kürzlich verstorben. Aber nicht immer.Zum Glück sind die Fälle, in denen man großschreibt, überschaubar. Großschreibung
Reflexive Verben und das Passiv
Transitiv und reflexiv Verben, die ein Akkusativobjekt (Frage: wen oder was?) haben können, bezeichnet man als transitiv (von lat. transire = übergehen), weil die Handlung des Subjekts auf das Objekt „übergeht“. Ein Beispiel ist „waschen“: Ich wasche [wen oder was?] die Wäsche. Alle transitiven Verben können
KNG-Kongruenz
Was ist eigentlich KNG-Kongruenz? KNG-Kongruenz bedeutet die grammatische Übereinstimmung in Kasus (Fall), Numerus (Zahl) und Genus (Geschlecht). Diese Kategorien sind für die Wortarten Substantiv, Artikel, Adjektiv/Partizip, Pronomen und Zahlwort relevant. Wenn sich Wörter aus diesen Wortarten aufeinander beziehen, wird dies in den meisten
Eigennamen und Gattungsbezeichnungen
Was sind Eigennamen? Substantive lassen sich in Eigennamen und Gattungsbezeichnungen (Appellative) einteilen. Erstere bezeichnen das Gemeinte als etwas Einmaliges, Individuelles (eindeutige Referenz), Letztere dagegen als Teil einer Menge aus ähnlichen Dingen, Begriffen usw. Das klingt kompliziert, ist aber anhand von Beispielen
Dessen – deren – derer
Bei diesen Pronomen handelt es sich um Genitivformen der Demonstrativpronomen „dieser“, „diese“ und „dieses“ bzw. der Relativpronomen „welcher“, „welche“ und „welches“, die immer dann verwendet werden, wenn das Pronomen allein steht (also substantivisch gebraucht ist).Unsicherheit besteht zum einen bezüglich der Flexion und zum anderen
Ausklammerung
Mehrteilige Prädikate Viele Verbformen sind im Deutschen aus mehreren Wörtern zusammengesetzt. Das ist nicht unbedingt selbstverständlich. So besteht z. B. der Satz „Ich habe gelesen“ im Lateinischen und im Griechischen je aus nur einem Wort: legi bzw. ἀνέγνων. Dass im Deutschen gewisse Verbformen
Kultur und Wissenschaft
Die KI-Revolution
Wie LLMs, Deepfakes & Co. uns auf die falsche Fährte locken Generative KI ist die meistdiskutierte Technologie unserer Zeit. LLMs, Deepfakes und KI-generierte Stimmen erobern unseren Alltag in rasendem Tempo und lösen dabei die unterschiedlichsten Reaktionen aus: von Staunen und Begeisterung bis hin zu Ablehnung und Angst. Der Grund: KI
»Werde, der du sein musst!«
Eine Rezension zum Essayband von Hervy Oko »Es gibt in der Welt einen einzigen Weg, auf welchem niemand gehen kann, außer dir. Wohin er führt? Frage nicht, gehe ihn!« – Nietzsche Das Wort »Bestimmung« klingt in unseren Ohren etwas altmodisch.Immerhin haben wir den Glauben an eine göttliche Vorsehung längst aufgegeben.
Über die Erkenntnis
Erkenntnis – Was ist das? In der Wissenschaft geht es oft um „neue Erkenntnisse“. Aber „Erkenntnis“ – was ist das eigentlich? Oberflächlich betrachtet fällt die Antwort leicht: Ich „erkenne“ – d.h. verstehe, begreife – etwas, das mir bisher unbekannt war. Ich habe eine Einsicht gewonnen, etwas dazugelernt, weiß jetzt
Busy as usual?
Business is … Business makes the world go round. Business creates wealth and abundance. Business is fun. Business is cool. Business is where it all happens! Aber halt! Was ist Business eigentlich? Dieser Anglizismus, ohne den seit mindestens 30 Jahren gar nichts mehr geht? Holen wir doch mal die
Excel your life!
Let’s make a plan Lebensplanung ist im Trend. Junge Menschen planen bereits vor Antritt ihres Studiums den Rest ihres Lebens durch: Abschluss, Praktika, Job, Sabbatical, Familie, weiter auf der Karriereleiter, Ruhestand, Weltreise, Beerdigung. „Suum cuique“, sagt Cicero. Life controlled Was mich an solchen Trends interessiert, ist die Motivation dahinter. Vordergründig
Eine kleine Geschichte der Wissenschaft
Wissenschaft … … ist in aller Munde. Jeder kennt sie, jeder weiß, worum es dabei geht. – Oder? Ich finde: Was heute meist unter Wissenschaft verstanden wird, sollte nicht unbedingt der Maßstab sein: Zahlen, Statistiken, Labore, Männer in weißen Kitteln und jede Menge Hightech. Ja, das ist auch Wissenschaft. Aber
Sprachlabor
Tippfehler zum Schmunzeln
Vom „chronischen Rückenscherz“ und anderen lustigen Leiden Mit Tippfehlern haben wir Lektorinnen und Lektoren tagtäglich zu tun. Das muss nicht unbedingt lustig sein – kann es aber! Zum Beispiel wenn in einer medizinischen Doktorarbeit vom „chronischen Rückenscherz“ und der „Skala zur Messung der Scherzintensität“ zu lesen ist. Wenn bedauernswerte junge
One too many …
Redundante Akronym-Komposita Wenn wir Akronyme verwenden, schleichen sich oft klammheimlich Redundanzen ein. Wer ein Dokument im PDF-Format verschickt, der verschickt es nämlich ausbuchstabiert im »Portable-Document-Format-Format«. Und wer auf ein LCD-Display starrt, starrt eigentlich gleich auf zwei. Denn »LCD« steht für »Liquid Crystal Display«. Dasselbe gilt für: 🔹 das WLAN- oder
Braucht deine Dissertation ein Motto?
Ein Zitat als Einstieg Ein Motto zu Beginn muss nicht sein. Aber wenn es gut gewählt ist, ist es der perfekte Aufhänger für deine Arbeit! Welche Möglichkeiten gibt es? Es gibt viele Möglichkeiten für einen gelungenen Einstieg in deine Arbeit. Am beliebstesten sind: Zitate berühmter Persönlichkeiten Sprichwörter Headlines, Zeitungsmeldungen Zitate aus der
Zusammen, getrennt oder mit Bindestrich?
Blackbox, Black Box, Black-Box oder black box? Das kommt immer darauf an, wen man fragt … Die Anglisierung der deutschen Sprache schreitet unaufhaltsam voran und macht uns Lektorinnen und Lektoren den Job nicht gerade leichter. 😩 Einheitlich sollen Schreibweisen sein und zugleich »richtig«. Aber welche Variante ist hier korrekt? ▪️
Etymologie für Cracks
Was Malerei mit Antibiotika zu tun hat Wer schon mal gemalt hat, hatte wahrscheinlich auch schon mal einen Pinsel in der Hand. Aber woher hat das Stäbchen mit dem wuscheligen Kopf seinen Namen? Sparen wir uns den langen Weg vom Vulgärlateinischen über das Altfranzösische und Mittelhochdeutsche, und kommen wir gleich
Der Konjunktiv beim Paraphrasieren
Steht der Konjunktiv bei »nach, gemäß, zufolge« usw.? Ein häufiger Fehler beim Paraphrasieren von Forschungspositionen ist es, den Konjunktiv zu setzen, wo er unnötig oder sogar falsch ist. Das passiert meist im Zusammenhang mit Präpositionen wie »nach«, »gemäß«, »laut«, Postpositionen wie »zufolge« oder Wendungen wie »nach Ansicht von«. Sie bringen